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Zahlreiche Eigentümer von unsanierten Häusern und Wohnungen werden das Problem kennen. In den Wintermonaten entweicht wertvolle Wärme über die Fenster nach außen. Im Sommer dagegen heizen sich die Räume durch hohe Temperaturen auf. In beiden Fällen geht der Wohnkomfort und damit die Lebensqualität verloren und der Frust bei den Eigentümern ist groß.
Allerdings gibt es eine Lösung: das Wärmeschutzglas. Mit der Wärmeschutzverglasung bei Fenstern sparen Immobilienbesitzer nicht nur nachhaltig Energie, sondern handeln umweltbewusst, da durch die Verglasung weniger Wärme nach außen abgegeben werden.

Was ist Wärmeschutzglas?

Wärmeschutzverglasungen sind Mehrfachverglasungen. Sie bestehen aus mindestens zwei Scheiben. Die Fensterhersteller bieten das Wärmeschutzglas allerdings auch als Dreifach- und Vierfachverglasungen an.
Das Besondere an der Verglasung ist der Scheibenzwischenraum. Dieser Raum wird oft mit dem Edelgas Argon befüllt. Durch das Edelgas wird die Wärmedämmung des Fensters erhöht. Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit von Argon gelangt die Wärme kaum nach außen.
Eine weitere Besonderheit der Wärmeschutzverglasung: Neben dem mit Gas gefüllten Scheibenzwischenraum verfügen Wärmeschutzverglasungen über eine Metallbeschichtung. Durch diese sogenannte Low-E-Beschichtung, die sich an der zum Raum gewandten Seite der Glasscheibe befindet, können die Sonnenstrahlen ins Innere des Gebäudes eindringen und sorgen gleichzeitig für eine indirekte Beheizung. Darüber hinaus reflektiert die Beschichtung die Wärmebestrahlung in den Raum und verhindert so, dass sie nach außen gelangt.
Konkret bedeutet dies: Fenster mit einer Zweifach-, Dreifach- oder Vierfachverglasung sorgen durch den mit Edelgas gefüllten Scheibenzwischenraum sowie durch die Metallbeschichtung für eine Wärme- und Energieverlust der Innenräume von Häusern und Wohnungen.

Übrigens:

Fenster mit Wärmeschutzverglasungen werden oft bei Sanierungen nachträglich eingebaut. Eine entscheidende Rolle spielt allerdings der Fensterrahmen.
Wenn dieser undicht ist oder sehr alt, bringt die Wärmeverglasung allein nichts. In zahlreichen Fällen passen die neuen Fenster nicht zum Rahmen. Spätestens dann muss dieser zusammen mit dem neuen Fenster ausgetauscht werden.

Wie wichtig ist der U-Wert bei der Wärmeschutzverglasung?

Im Zusammenhang mit Fenstern mit Wärmeschutzverglasungen steht meistens der U-Wert – der Wärmedurchgangskoeffizient. Dieser gibt die Wärmeleitfähigkeit der Verglasung an. Der Wärmekoeffizient misst den Wärmeverlust von innen nach außen.
Je kleiner der U-Wert der Wärmeschutzverglasung ist, desto geringer ist der Wärmeverlust. Der U-Wert wird in der physikalischen Größe W/m2K (Watt/qm x Kelvin) angegeben. Die Abkürzung qm steht für Quadratmeter.
Zum Vergleich: Fenster mit einer Einfachverglasung haben einen U-Wert von rund 5,2 W/(m2K). Dagegen haben Wärmeschutzverglasungen mit zwei Scheiben einen U-Wert von 1,1 W/(m2K). Bei einer Dreifachverglasung liegt der U-Wert bei 0,7 W/(m2K).

Ist Wärmeschutzglas das Gleiche wie Isolierglas?

Nein. Fakt ist: Fenster mit Wärmeschutzverglasungen lassen wertvolle Heizwärme im Inneren und verhindern in den Sommermonaten ein zu starkes Aufheizen. Durch den Aufbau des Wärmeschutzglas – die Mehrfachverglasung sowie der Scheibenzwischenraum – isolieren sie. Dennoch besteht ein Unterschied zwischen Isolierglas und Wärmeschutzglas.
Dieser liegt einerseits im Aufbau, andererseits bestehen Unterschiede bezüglich des Wärmeverlusts sowie der Wärmedämmung. Isolierglas sind in der Regel zwei Glasscheiben, die durch einen Scheibenzwischenraum voneinander getrennt sind. Der U-Wert bei Isolierglas liegt bei 2,6 W/(m2K).
Pro Jahr reduziert sich der Energieverlust bei Isolierglasscheiben auf 22 Liter Heizöl pro Quadratmeter der Fensterfläche. Zum Vergleich: Bei Wärmeschutzverglasungen sind es 9 Liter. Darüber hinaus wird der Randbereich der Isolierglasscheiben mit Dicht- oder Klebstoffen zusammengefügt. Diese existieren bei Wärmeschutzverglasungen nicht.
Neben dem zwei Glasscheiben gibt es bei Isolierglas-Fenstern Modelle mit drei Glasscheiben. Allerdings wird die dritte Glasscheibe aufgrund des hohen Gewichts durch eine Kunststoffplatte oder eine entsprechende Folie ersetzt.

Wichtiger Hinweis:

Bis 1995 wurden Isolierglasscheiben in Neubauten verbaut. Seit mehr als 25 Jahren sind beim Neubau Wärmeschutzverglasungen vorgeschrieben. Fenster, die 20 Jahre und älter sind, sollten ausgetauscht werden.
Einerseits leisten Fenster mit Wärmeschutzverglasung den erforderlichen Wärmeschutz und bringen eine bessere Gesamtleistung in Bezug auf die Wärmedämmung. Andererseits verringern sich die CO2-Emissionen erheblich Eigentümer leisten einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz.

Was besagt der g-Wert bei Fenstern?

Neben dem U-Wert gibt es bei Fenstern einen weiteren Wert: der sogenannte g-Wert. Dieser gibt an, wie viel Sonnenergie durch die Verglasung ins Rauminnere kommt. Mit dem g-Wert wird der Gesamtenergiedurchlassgrad bei Verglasungen angegeben.
Verglasungen lassen neben dem Licht auch anteilig Infrarot- und UV-Strahlung durch. Darüber spielt beim g-Wert auch die „sekundäre Wärmeabgabe“ eine Rolle. Der g-Wert beschreibt die Summe all dieser verschiedenen Mechanismen der übertragenen Energie.
Berechnet wird der Wert aus der Strahlungstransmission (ST) und der sekundären Wärmeabgabe (Qi) nach innen. Die Formel lautet folgendermaßen:
ST + Qi = g-Wert
Wer passiv von der Sonnenenergienutzung profitieren möchte, sollte Fenster mit einem hohen g-Wert wählen. Dagegen sind tiefe g-Werte für die optimale Sonnenschutzwirkung am besten.

Gibt es einen finanziellen Zuschuss für Fenster mit Wärmeschutzverglasungen?

In der Tat können sich Eigentümer den Einbau von Fenstern mit Wärmeschutzverglasungen bezuschussen lassen. Im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 hat die Bundes­regierung die Förderung für energie­effiziente Gebäude weiter­entwickelt.
Zum 01.07.2021 ist die "Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG)" bei der KfW gestartet. Unter anderem gilt die BEG für alle Wohngebäude, wie Eigenheime und Mehrfamilienhäuser sowie für Wohnheime. Darüber hinaus gilt die Förderung für alle Nichtwohngebäude, wie beispielsweise Gewerbegebäude und für kommunale Gebäude.
Wenn Eigentümer im Rahmen von Sanierungen die Fenster modernisieren lassen möchten, können sie die staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür: Es muss ein bestimmtes Maß an Wärmedämmung erreicht werden. Wer sich für eine 3-fach-Verglasung entscheidet, kann sich die Kosten für die Verglasung bis zu 20 Prozent bezuschussen lassen.
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der KfW-Förderbank.

Übrigens:

Haus- und Wohnungseigentümer, die ihre Immobilie sanieren oder renovieren lassen und die Fenster austauschen möchten, sollten hierfür einen unabhängigen und zertifizierten Energieexperten beauftragen, der sie bei der Modernisierung berät.
Für manche Förderprogramme der KfW ist dieser Experte sogar notwendig. Auf der Webseite Energie-Effizienz-Experten.de finden Eigentümer einen Energieberater in ihrer Region.

Fazit: Ist eine Wärmeschutzverglasung zu empfehlen?

Ja. Wer neu baut sollte bei den Fenstern auf die Dreifach- oder Vierfachverglasung setzen. Die Fenster sorgen nicht nur für Entspannung im Geldbeutel, sondern schaffen ein gesundes Raumklima. Außerdem setzen Haus- und Wohnungseigentümer auf Nachhaltigkeit. Denn die mehrfachverglasten Fenster lassen die Wärme im Haus und schonen somit die Umwelt.
Der Vorteil an Fenster mit Wärmeschutzverglasung: Sie können im Rahmen von Sanierungen und Modernisierungen nachträglich eingebaut werden. Allerdings sollten Eigentümer den Einbau von einem Fachbetrieb vornehmen lassen. Nur so wird die Qualität gewährleistet.
Bei allen Produkten mit *** kann sich die Lieferzeit um 6 Wochen verlängern.
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Die angegebenen Lieferzeiten stellen die schnellstmöglichen Lieferzeiträume dar, die aktuell für Fenster und Türen bei unseren Herstellern realisierbar sind. Je nach Produktauswahl, Konfiguration und gewähltem Hersteller kann die tatsächliche Lieferzeit abweichen. Bei Ihrer Bestellung erhalten Sie die individuellen Angaben im Fenster-Konfigurator und können so die voraussichtliche Lieferzeit Ihres Wunschprodukts einschätzen. Wir empfehlen Ihnen, bei Neubau oder Sanierung ausreichend Vorlaufzeit einzuplanen, um Verzögerungen auf der Baustelle zu vermeiden.
Aufgrund anhaltender Lieferengpässe bei der Beschaffung von Rohstoffen wie Stahl, Kunststoff und Holz kann es bei Ihrer Bestellung zu verlängerten Lieferzeiten kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und Ihre Berücksichtigung bei der Planung. Eine nachträgliche Preisminderung oder ein Rücktritt vom Kaufvertrag ist in diesem Zusammenhang ausgeschlossen.

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