
Energieeffizienz spielt in der heutigen Zeit eine immer größere Rolle - kein Wunder bei den stetig steigenden Energiepreisen. Gerade, wenn es um Fenster geht, taucht der U-Wert der Fenster als Schlüsselwort immer wieder auf. Dabei handelt es sich um einen entscheidenden Indikator, um die Energieeffizienz der Fenster festzustellen. Welche Bedeutung hat der U-Wert beim Fenster? Und wie kann man den U-Wert beim Fenster berechnen? Welcher U-Wert ist sinnvoll für Fenster?
Mit Blick auf die steigenden Energiepreise und die wachsende Nachfrage nach Lösungen, die den CO2-Ausstoß verringern, ist eine entsprechende energetische Sanierung wie zum Beispiel Wärmedämmungen keine Seltenheit mehr. Dabei sollten auch die Fenster nicht außer Acht gelassen werden. Durch sie kann viel Energie eingespart aber auch verloren werden. Um darüber ausreichend informiert zu sein und den Energieverlust oder -gewinn durch Fenster einschätzen zu können, sollten Sie den U-Wert Ihrer Fenster kennen. Hilfreich können folgende Tabellen für Sie sein:
In der Tabelle geht deutlich hervor, dass veraltete Einbaufenster einen hohen U-Wert besitzen. Dies geht gleichzeitig mit einer schlechten Energieeffizienz einher. Oftmals ist es daher sinnvoll bei alten Fenstern auf neue auszuweichen. Egal, ob Sie Kunststoff- oder Holzfenster kaufen möchten: Lassen Sie sich auch hinsichtlich des U-Wertes und der damit verbundenen Energieeffizienz unbedingt von Experten beraten.
Zur Einsparung von Energie und Nutzung von erneuerbaren Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden gibt es auch hinsichtlich des U-Wertes beim Fenster bestimmte Anforderungen. Diese Angaben sollten laut GEG nicht überschritten werden. Berücksichtigen Sie daher folgende Werte:
Um den U-Wert beim Fenster herauszufinden, gibt es verschiedene Methoden. Beispielsweise gibt es professionelle Messgeräte wie das Uglass-Messgerät. Dieses besteht aus zwei Sensoren für die Innen- und Außenscheibe und wird mittels einer Vakuumpumpe befestigt. Innerhalb von zehn Minuten kann es den U-Wert bei einem Fenster mit Zweifachverglasung messen, bei einer Dreifachverglasung benötigt es doppelt so lang.
Ein anderes Messgerät ist das Testo 635-2, welches eine Langzeitmessung über mehrere Stunden hinweg führt. Dieses misst die Oberflächen-, Außen- und Innentemperatur.
Bei den Vorgehensweisen mit den Messgeräten handelt es sich um gängige Methoden, um den U-Wert der Fenster in einem messbaren Bereich zwischen 0,5 bis 4,0 W/m2K zu ermitteln. Sie sind auch bei Dachfenstern anwendbar und für handelsübliche Zwei- und Dreifachverglasungen geeignet.
Um den U-Wert beim Fenster zu berechnen, benötigt es zahlreiche Komponenten wie den U-Wert der Verglasung und des Rahmens, sowie deren Flächen und die Länge und den Wärmebrückenwert des Glasrandverbunds. Angegeben wird die der U-Wert dann in der Einheit Watt pro Quadratmeter gedämmter Wand Kelvin (W/m2K). Kelvin steht dabei für die Temperaturdifferenz beim U-Wert der Fenster.
Der U-Wert beim Fenster ist zwar auch für Sie ein relevanter Faktor, wenn es um Einsparung der Energiekosten geht, doch Sie können auch noch auf eine andere Weise davon profitieren. Entscheiden Sie sich dazu, Ihr Heim zu modernisieren, sollten Sie sich über die Möglichkeit einer BAFA Förderung Ihrer Fenster informieren. Halten Sie einen U-Wert Ihrer neuen Fenster von maximal 0,95 W/m2K ein, erfüllen Sie bereits eine wesentliche Voraussetzung, um die Förderung zu erhalten. Sie haben zusätzlich die Möglichkeit auf einen KfW-Ergänzungskredit, der mit der BAFA Förderung kombiniert werden kann. Ein zertifizierter Energieexperte kann und muss Sie für dieses Förderprogramm entsprechend beraten.
Die Mehrfachverglasung spielt bei dem U-Wert von Fenstern eine entscheidende Rolle: Ihre Energieeffizienz profitiert maßgeblich davon. Je mehr Scheiben ein Fenster besitzt, desto besser ist in der Regel die Dämmwirkung. Das bedeutet, dass der U-Wert bei einem Fenster mit 3-fach Verglasung deutlich niedriger ist als bei einer 2-fach Verglasung. Dies ist auch anhand von Tabelle eins veranschaulicht. Die U-Werte noch einmal im Vergleich:
Übrigens: Manche Fenster mit Vakuum haben einen U-Wert von unter 0,5 W/m²K. Mit diesen Dämmwerten reichen die Fenster sogar an Wände heran, die gut isoliert sind.
Eine Dreifachverglasung dämmt bis zu sechsmal besser als eine Einfachverglasung. Eine einfache Faustformel zur Orientierung: Verbessert sich der U-Wert eines Fensters um 0,1, sparen Sie pro Jahr etwa 1,2 Liter Heizöl ein. Bei den heutigen Energiepreisen macht sich die Investition in neue Fenster also schnell bezahlt.
Beispiel: Mit einem einfachen Wohnzimmerfenster (1,30m x 1,30m) mit einer herkömmlichen Zweifachverglasung verlieren Sie jährlich bis zu 500 Kilowattstunden Heizenergie. Das entspricht ungefähr 50 Euro Heizkosten pro Jahr für dieses eine Fenster. Tauschen Sie dieses gegen ein modernes Fenster mit Dreifachverglasung aus, sinkt der Verlust auf nur noch 170 Kilowattstunden pro Jahr. Sie sparen also etwa 30 Euro Heizkosten jährlich - und das nur bei einem einzigen Fenster! Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit mehreren Fenstern summiert sich Ihr Ersparnis entsprechend.