
Tageslicht steigert das Wohlbefinden und wirkt sich positiv auf die Konzentration und die Produktivität aus. Wenn Sie beim Neubau oder der Sanierung auf Tageslichtsysteme setzen, reduzieren Sie den Bedarf an künstlicher Beleuchtung und verbessern das Raumklima. Dabei kommt es auf die Wahl geeigneter Bauelemente, auf ihre Positionierung und auf die Lichtlenkung an.
Bauliche Gegebenheiten wie die Dachform, die Raumtiefe und die richtige Ausrichtung sind bei der Auswahl passender Systeme zu berücksichtigen. So lassen sich natürliche Lichtquellen erschließen und energetisch sinnvoll nutzen.
Tageslichtsysteme erfassen natürliches Licht, leiten es in das Innere des Gebäudes und verteilen es im Raum. Solche Systeme bestehen in der Regel aus drei funktionalen Bereichen:
Mit einem solchen System sollen auch weiter innenliegende Räume gleichmäßig und ohne Blendung beleuchtet werden.
Für die Lichtlenkung von Tageslicht kommen Röhren mit Spiegelbeschichtung, Prismen, Mikrostrukturen oder bewegliche Reflektoren zum Einsatz. Je nachdem, wie die Sonne am Himmel steht, gelangt unterschiedlich viel Licht ins Haus, weshalb es sich lohnt, das Tageslicht zu lenken. Hochwertige Verglasungen wie eine Dreifachverglasung unterstützen einen effektiven Lichteinfall.
Je nach Einsatzbereich unterscheiden sich Tageslichtsysteme in ihrer Konstruktion. Lichtröhren und Lichtkamine sind besonders häufig verbreitet. Sie erfassen das Licht über eine Kuppel und führen es durch einen reflektierenden Schacht in den Innenraum. Ein Diffusor verteilt das Licht gleichmäßig. Über einen Betrieb mit Montageservice lässt sich der Einbau fachgerecht umsetzen.
Ergänzend werden prismatische Fassadenelemente oder Lichtumlenkungen mit Spiegelgittern eingesetzt. Die Lenklichtsysteme eignen sich vor allem für großflächige Glasfassaden. Ein Blick auf passende Rahmenmaterialien ist lohnend. Alufenster punkten beispielsweise mit Stabilität und schmalen Profilen.
Ein optimal gesteuertes Tageslichtsystem bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Es senkt den Energieverbrauch, da weniger Strom für die Beleuchtung notwendig ist und schützt Räume bei hohen Temperaturen vor Überhitzung.
Lenklichtsysteme entfalten ihr volles Potenzial vor allem bei:
Die richtige Verglasung verstärkt den Effekt. Wärmeschutzverglasung lässt Licht hindurch und ist zugleich energieeffizient.
Damit Tageslichtsysteme optimal funktionieren, braucht es eine sorgfältige Planung. Dafür gelten technische Vorgaben wie die DIN EN 17037, die das Tageslicht in Gebäuden thematisiert und die DIN 5034. Sie umfasst Normen zum Tageslicht in Innenräumen. Beide Normen definieren Mindestwerte für Leuchtdichte, Blendung und Ausleuchtung.
Das System muss gut in die Gesamtarchitektur integriert werden können. Winkel, Dachneigung, Raumtiefe und Fensterposition beeinflussen die Lichtverteilung. Mithilfe eines Konfigurators stellen Sie individuelle Systeme für Ihre Raumsituation zusammen. Falls Sie Einbaufenster mit besonderen Maßen oder Formen brauchen, lassen sie sich so passend kombinieren.
Ob im Neubau oder bei der Sanierung: Der Einbau von Tageslichtsystemen erfordert technische Expertise. Bei neuen Gebäuden lässt sich die Technik von Anfang an in das Dach einplanen, doch die Nachrüstung gestaltet sich etwas aufwendiger.
Produkte wie Kunststofffenster oder flache Oberlichter lassen sich dabei gut integrieren, da sie leicht zu montieren und variabel kombinierbar sind.
Welche Art von Tageslichtsystem geeignet ist, hängt davon ab, wie der Raum genutzt wird. Ein Lichtkamin eignet sich für innenliegende Bäder oder Flure ohne Fenster. In Bürotrakten kommen hingegen lineare Tageslichtbänder zum Einsatz. Kombinationen mit Fenstern mit Oberlicht erzielen ebenfalls eine gute Lichtausbeute bei vertikaler Fläche.
Eine Tageslichtlenkung durch prismatische Glaseinsätze in der Fassadenverglasung sorgt dafür, dass das Licht im Raum gleichmäßig verteilt wird. Schaltbare Gläser oder bewegliche Lamellen passen die Lichtmenge je nach Tageszeit oder Wetterlage flexibel an. Fest verglaste Oberlichtfenster sind eine weitere Möglichkeit, Tageslicht von oben in den Raum zu bringen.
Zusätzlich lassen sich solche Systeme mit automatisch gesteuerten Beschattungselementen koppeln. Dadurch bleibt das Licht auch bei starker Sonneneinstrahlung angenehm und blendet nicht. In Kombination mit intelligenten Steuerungen wird das natürliche Licht tageszeit- und witterungsabhängig optimal ausgenutzt und gleichmäßig im Raum verteilt.
Entscheidend für die Auswahl geeigneter Tageslichtsysteme ist die genaue Abstimmung auf Nutzung, Architektur und Budget. Eine Planung lohnt sich vor allem bei folgenden Voraussetzungen:
Wer früh plant, holt mehr Tageslicht ins Haus und setzt die Vorgaben der DIN EN 17037 um. Der Einsatz von Reflektoren, prismatischen Modulen oder klassischen Lichtkästen unterstützt die effektive Lichtlenkung.
Ob bei Neubauprojekten oder im Rahmen energetischer Sanierungen: Tageslichtsysteme sorgen für eine angenehme Wohn- und Arbeitsqualität. Die gezielte Lichtlenkung von Tageslicht schont Ressourcen und wertet zugleich die Raumgestaltung auf. Tageslicht gelangt genau dorthin, wo es gebraucht wird, ohne zu blenden oder unnötig zu heizen. Das sorgt für gleichmäßige Lichtverhältnisse über den gesamten Tag hinweg.
Wenn Sie Fenster online kaufen, lohnt sich der Blick auf integrierte Systeme zur Lichtsteuerung, die auf Ihre Anforderungen abgestimmt sind. Durch überlegte Tageslichtsysteme entsteht ein nachhaltiger Wohnkomfort mit maximalem Tageslichteintrag.