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In zahlreichen Gebäuden – und das sowohl in Wohn- als auch Nichtwohngebäuden – gibt es Treppen mit Glasgeländer. Darüber hinaus sind in modernen, futuristisch anmutenden Gebäuden, begehbare Verglasungen oder auch bodentiefe Fenster keine Seltenheit. Doch so optisch schön es auch ausschaut. Das Glas muss hohen Anforderungen gerecht werden und Absturzsicherheit garantieren. Darüber hinaus muss das Glas über eine hohe Stabilität und Tragkraft verfügen.
In den meisten Fällen verwendet man für solche Konstruktionen Verbundsicherheitsglas (VSG). In der Praxis hat sich das VSG bewährt und erfüllt allen Sicherheitsansprüchen.

Was kann man sich unter VSG Glas vorstellen?

Beim VSG Glas sind zwei Glasscheiben, die aneinandergeklebt und somit miteinander verbunden sind. Daher leitet sich auch der Name Verbundglas ab. Die einzelnen Scheiben bestehen entweder aus Floatglas, ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) oder auch aus TVG Glas (Teilvorgespanntes Glas).
Bei Letzterem handelt es sich um eine Glasart, dessen Herstellungsprozess dem ESG ähnelt. Der Unterschied ist, dass TVG langsamer abkühlt als ESG. Dadurch sind die Spannungsunterschiede im Glas zwischen dem Kern und den Oberflächen geringer.
Bei Floatglas handelt es sich um flaches und glattes Glas, welches im Float-Prozess hergestellt wird. Spiegel, verglaste Möbel oder eben Fensterscheiben sind aus Floatglas. Dagegen gehört das ESG-Glas, die Einscheiben-Sicherheitsverglasung, zu den Gläsern mit der meisten Verwendung. Ob Bodenlampen, Glastische oder Raumtrenner – in vielen dieser Bauteile befindet sich ESG.

Wie ist der Aufbau des VSG?

Charakteristisch für das Verbundsicherheitsglas ist die reißfeste Folie, die beide Scheiben miteinander verbindet. Darüber hinaus ist die Folie durchsichtig. Dadurch wird die Sicht durch die Scheibe nicht beeinträchtigt.
Eine weitere Besonderheit der Folie: Sie verhindert, dass im Fall eines Glasbruchs einzelne Glassplitter aus der Scheibe fallen. Die Splitter bleiben nämlich bei einem Bruch an der Scheibe hängen. Außerdem erfüllt die Folie den Zweck, dass die Resttragfähigkeit des Glases gegeben ist. Die Folie ist der Sicherheitsgarant des VSG Sicherheitsglas.
Wie schwer ist das VSG?
Glas hat eine Dichte von 2,5 g / cm3. Für Flachglas (Floatglas) ergibt sich daraus ein Gewicht von 2,5 kg / m2 und pro mm (Millimeter) Dicke. VSG Glas zählt zum Verbrauchsglas. Pro Kubikmeter (m3) hat das VSG ein Gewicht von 2.500 Kilogramm.
Für die Berechnung des Gewichts von Verbundsicherheitsglas ist außerdem die Höhe sowie die Breite der Glasscheibe von Bedeutung. Online gibt es mehrere Rechner, die das Gewicht schnell und einfach berechnen. Dafür müssen die Höhe, Breite sowie die Dichte (Stärke) des VSG Glas eingegeben werden. Das Volumen wird anschließend mit dem Glasgewicht von 2,5 kg / m3 multipliziert. Das Ergebnis ist das Gewicht des Verbundsicherheitsglas.

Welche Eigenschaften hat VSG Glas?

Generell gilt VSG als hochwertiges Glas, das sich durch folgende Eigenschaften auszeichnet:
  • Es gilt als bruchsicher.
  • Wenn es zu einem Bruch kommt, bleiben die Splitter an der reißfesten Folie hängen.
  • Das Verletzungsrisiko ist bei VSG Glas gering.
  • Verbundsicherheitsglas verfügt über einen Schallschutz. Geschlossene Fenster mit dieser Verglasung lassen den Lärm draußen. Das Glas lässt viel gesundes Tageslicht durch und schafft somit ein gesundes Raumklima.
  • Im Allgemeinen sind die Anwendungsbereiche vielfältig.

Wo wird besonders häufig VSG verwendet?

  • Das Glas wird in zahlreichen Fällen für Überkopfverglasungen, wie beispielsweise Terrassen oder für Balkone ohne Absturzsicherung verwendet.
  • VSG wird oft zur Verstärkung des Einbruchschutzes in Wohnungen und Häusern genutzt.
  • Chemie- und andere medizinische Labore nutzen VSG Sicherheitsglas.
  • Trennwände bestehen ebenfalls häufig aus VSG Sicherheitsglas.
  • Auch in Kindergärten sowie in öffentlichen Einrichtungen wird VSG verwendet.

Übrigens:

Haus- und Wohnungseigentümer können sich die Verbesserung des Einbruchschutzes Ihres Heims fördern lassen. Ein entsprechendes Förderprogramm bietet die KfW-Bank an.

Ab wann wird das VSG Pflicht?

Vertikalverglasungen müssen laut DIN 18008 mit bruchsicherem Glas ausgeführt werden – und dies 80 Zentimeter über sogenannten Verkehrsflächen sowie auf der zugänglichen Seite.
Ziel der Pflicht von Sicherheitsglas ist es, Verletzungen bzw. das Verletzungsrisiko – vor allem von Kindern – auf ein Minimum zu reduzieren. 2020 wurde die DIN 18008 allerdings überarbeitet.
Mit der Novelle geht auch die Risikobeurteilung des Planers von Glasflächen einher. Gemäß DIN 18008 müssen Planer entscheiden, ob sie Balkontür oder eine andere Fenstertür mit Verbundsicherheitsglas ausstatten oder nicht. Vor der Überarbeitung der Novelle gab es zum Beispiel keine Pflicht für VSG Glas bei bodentiefen Fenstern. Ob diese nun mit Sicherheitsverglasungen ausgestattet werden, liegt in der Risikoabschätzung des Planers von Neubauten.

Tipp:

Alte Fenster, die im Rahmen von Sanierungen und Modernisierungen gegen neue Modelle ausgetauscht werden, sollten aus Sicherheitsgründen mit VSG Glas ausgestattet sein. Bauherren sollten dies vor allem bei bodentiefen Fenstern berücksichtigen.

Was kostet Verbundsicherheitsglas?

Der Preis für VSG hängt einerseits vom Maß ab. Andererseits spielt die Glasstärke eine wichtige Rolle beim Preis. Darüber hinaus bieten zahlreiche Händler ihren Kunden die Möglichkeit, das VSG Glas online zu konfigurieren.
Dadurch haben Verbraucher die Kosten im Blick und kaufen kein überteuertes Verbundsicherheitsglas. Die Stärken für VSG Glas liegen bei 6, 8, 10 und 12 Millimeter.
Die Preise für VSG Glas beginnen bei 7 Euro. Nach oben gibt es keine preisliche Grenze. Haus- und Wohnungseigentümer, die auf Qualität achten und denen der Schutz ihrer Angehörigen am Herzen liegt, sollten am VSG nicht sparen.

Wichtiger Hinweis:

Beim Kauf von VSG Glas sollten Verbraucher auf das RAL Gütesiegel achten. Das Gütezeichen steht für Qualität. Damit ein Produkt das Siegel bekommt, musss es verschiedene Prüfungen durchlaufen.
Darüber hinaus sollte auch der Betrieb, der die Fenster mit VSG einbaut, das RAL Gütesiegel tragen. Verbraucher können dann sicher gehen, dass es sich um einen Fachbetrieb handelt.

Ist VSG Glas besser als Einscheiben-Sicherheitsglas?

Die Frage lässt sich nicht pauschal mit besser oder schlechter beantworten. Generell sollten Verbraucher schauen, für welche Zwecke sie das Glas verwenden möchten. Wenn beispielsweise die Bedachung eines Wintergartens erneuert werden oder gar ein neuer Wintergarten errichtet wird, eignet sich Verbundsicherheitsglas am ehesten. Durch die Folie, welche die beiden Glasscheiben zusammenhält, ist sie bruchsicher, hält unterschiedlichen Witterungen stand und ist im Allgemeinen sehr robust.
Allerdings gilt auch das Einscheiben-Sicherheitsglas als stoßfest, obwohl die Glasscheibe nur aus einer wärmebehandelten Scheibe besteht. Wer den Innenausbau seiner Immobilie plant und auf Glastüren setzt, ist mit dem ESG gut beraten.
In zahlreichen Fällen wird das Sicherheitsglas für Schiebetüren oder Glasschiebewände verwendet. Für die Zugänge zum eigenen Wintergarten kann man auf die ESG-Lösungen setzen.
Für welches Sicherheitsglas sich Verbraucher auch entscheiden mögen: Sowohl das VSG als auch das ESG haben ihre Vorzüge und sind vielseitig einsetzbar. Haus- und Wohnungseigentümer sollten allerdings in jedem Fall auf fachkundige Beratung von einem Fensterbaubetrieb setzen. Dann kann nichts schiefgehen und die Glaslösungen bringen viel Freude.
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Aufgrund anhaltender Lieferengpässe bei der Beschaffung von Rohstoffen wie Stahl, Kunststoff und Holz kann es bei Ihrer Bestellung zu verlängerten Lieferzeiten kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und Ihre Berücksichtigung bei der Planung. Eine nachträgliche Preisminderung oder ein Rücktritt vom Kaufvertrag ist in diesem Zusammenhang ausgeschlossen.

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